M U R I E L   S C H W A R Z / Sopran
A N D R E A   W I E S L I / Klavier

„Aus spinnwebfeinen Fäden“
Unbekannte Frauenlieder

Die Sopranistin Muriel Schwarz und die Pianistin Andrea Wiesli präsentieren einen Liederabend mit vergessener Musik von Komponistinnen, die entweder Schweizerinnen waren oder einen engen Bezug zu Zürich hatten. In den Archiven der Zentralbibliothek Zürich hat das seit zwanzig Jahren gemeinsam agierende Musikerinnen-Duo handschriftliche Lieder von Frauen wiederentdeckt, die kaum je aufgeführt wurden. Ausserdem wird im Zunfthaus zur Waag die Klaviersonate der Zürcher Komponistin Martha von Castelberg als Uraufführung zum ersten Mal erklingen.

Programm-Premiere: 30. Oktober 2022 im Zunfthaus zur Waag in Zürich

im Rahmen von Cultura Helvetica

Mit freundlicher Unterstützung durch die Martha von Castelberg Stiftung 

www.mvc.stiftung.ch



M U R I E L  S C H W A R Z

 Die Sopranistin Muriel Schwarz wurde in St. Gallen geboren. Ihr Gesangstudium absolvierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste. Nach ihrem Lehrdiplom studierte sie am Schweizer Opernstudio, welches sie 2008 mit Konzertdiplom-Auszeichnung abschloss. Sie ist Stipendiatin der Friedl Wald-Stiftung 2004, Preisträgerin der Prof. Armin Weltner-Stiftung 2005, des Kammermusikpreises der European Union of Music Competitions for Youth 2005 und Stipendiatin der Ernst Göhner-Stiftung 2007. Seit 2013 ist Muriel Schwarz Dozentin für Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste.   Dem Konzertfach bringt Muriel Schwarz besondere Leidenschaft entgegen. So hat sie Haydns Schöpfung und Jahreszeiten, Händels Messiah, Theodora, Belshazzar, Mendelssohns Elias und Paulus, Bachs Passionen, Mozarts c-Moll Messe, Konzertarien und Requiem, Brahms’ Requiem, Rossinis Petite messe solennelle und vieles mehr an grossen Konzerthäusern in Europa gesungen. Diverse CD- und Radio-Aufnahmen zeugen davon, dass Muriel Schwarz sich insbesondere auch als Interpretin zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht hat. Dies hat sie unter anderem ans Lucerne Festival, ans Musikfest Stuttgart, ans Mozarteum in Salzburg, ans Opernhaus Zürich, ans Nationaltheater Sarajevo, die Philharmonie L’viv, Ukraine, die Opéra de Dijon und an das Zentrum für Dramatische Kunst in Moskau geführt. 2017 sang sie die Rolle der Susana in Germán Toro-Perézs Musiktheaterstück „Reise nach Comala“ in Zürich.


A N D R E A  W I E S L I

Die Thurgauer Pianistin Andrea Wiesli wurde 2020 von Radio SRF2 als „Musik-Detektivin am Klavier“ portraitiert. Ihre vielbeachteten Wiederent-deckungen der letzten Jahre sind in zahlreichen CD-Einspielungen greifbar. Sie studierte bei Galina Vracheva und Konstantin Scherbakov an der Musikhochschule Zürich und erlangte sowohl Lehr- wie auch Konzertdiplom „mit Auszeichnung“. Als Solistin tritt die gefragte Pianistin mit verschiedenen Orchestern im In- und Ausland auf. Sie ist Mitglied des preisgekrönten Trio Fontane, dessen neuste CD mit Kammermusik von Hans Huber und Hermann Goetz 2020 für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde. 2016 wurde sie mit einem Förderbeitrag des Kantons Thurgau ausgezeichnet. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten wurden in renommierten Reihen publiziert, darunter ihre Forschungsarbeit über das Basler Musikleben des Fin de Siècle und ihre bei Prof. Dr. Hans-Joachim Hinrichsen geschriebene Dissertation über die Schubert-Transkriptionen Franz Liszts. Für ihre Doktorarbeit wurde sie mit einem der begehrten Forschungskredite der Universität Zürich ausgezeichnet.

Das Duo Schwarz/Wiesli gibt regelmässig Liederabende in der ganzen Schweiz und in Deutschland. Ihre gemeinsame CD „Zürich klingt“ mit Ersteinspielungen von Schweizer Kompositionen des 19. und 20. Jahrhunderts erschien 2017 bei Guild Music und erntete begeisterte Kritiken.