TEAM CULTURA HELVETICA

SORIN DUMITRU

Gründer und Präsident

eugene sarbu

Ehrenamtlicher Präsident

Abram Cortinas

Künstlerischer Leiter

Mario schwarz

Künstlerischer Beratung

Lucian rosca

Musikwissenschaftler 

Urs weber

Rechts und Finanzberatung

vicky jancovici

Marketin, Kommunikation

alexandra marschall

Presse und Texteberatung


«KOMPONISTEN BRAUCHEN INTERPRETEN»

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde fast immer neue Musik aufgeführt. Sobald ein Komponist nicht mehr in der Mode war, wurde er vergessen. Das ging nicht nur Bach so, auch andere Komponisten wie etwa Vivaldi, Haydn und auch die grossen Komponisten verloren mit der Zeit an Attraktivität. Nicht so im 20. und 21. Jahrhundert. Heute hört man sehr selten einmal zeitgenössische Musik. Am Rundfunkt hört man neue Musik vielleicht um Mitternacht oder sonst zu einer schlechten Sendezeit.

Im Konzert ist die Situation noch prekärer. Grosse Konzertinstitutionen können sich kaum erlauben, zeitgenössische Werke ins Programm aufzunehmen. Wenn schon müssen sie eingebettet in ein Programm mit den Standartwerken des Barock, der Klassik oder Romantik. Dabei ist die Situation für Ausführende doch einmalig. Wer kann schon mit dem Komponisten Mozart reden? Ihn fragen, wie er den Klang oder die Struktur des Werkes hören möchte.

Wieso denn hört man heute so selten neue Musik? Wie beinahe alles in dieser Zeit: Es geht ums Geld. Für neue Musik braucht man meistens länger Probezeiten. Das Publikum kommt nicht in Scharen, denn man weiss ja nie, was einen erwartet. Somit sind die Kassen am Schluss beinahe leer. Die Frage steht im Raum: Wieso schreiben die Komponisten nicht Musik, die das Publikum hören möchte?

Wir leben und lieben die Demokratie. Da ist jeder Mensch gleich viel wert wie der Andere. In der Musik hat die Demokratie tatsächlich auch Fuss gefasst. Mit der Zwölftonmusik ist jeder Ton deiner Oktave gleichberechtigt. Also sind alle zwölf Töne wichtig. In der Harmonielehre lernte man, dass sich die Töne einer Ordnung unterziehen müssen. Es herrschen die Tonika, die Dominante und die Subdominante. Alles muss hier dieser Hierarchie untergeordnet werden. Natürlich gibt es auch hier viele Dissonanzen, die dann auch das Salz in der Suppe ist und so gut gewürzt ist.

Cultura Helvetica ist es sehr wichtig, die Schweizer Komponisten zu fördern. Ohne Interpreten kann keine neue Musik entstehen und ohne Publikum kann weder ein Komponist noch ein Interpret leben. Der Austausch und die gegenseitige Befruchtung im Musikbetrieb ist ein Lebenselixier Wir wünschen uns, dass sich einerseits die Komponisten auf die Zuhörer hören und die Zuhörer den Kompositionen ihr offenes Gehör schenken. Ja, man muss mit offenen Ohren und unvoreingenommen der neuen Musik zuhören um neue Klänge, neue Hörerfahrungen zu erleben. Wir wissen, dass dies nicht immer so einfach ist, es lohnt sich jedoch sicher.


Ihr Cultura Helvetica & Sorin Dumitru